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Mit Atomkraft raus aus der Klimakrise? | Markus Lanz vom 04. November 2021

Während eine neue Regierung mit der Beteiligung der Grünen möglich erscheint, bemängeln einige die Ziele einer neuen Ampel-Koalition. Zu lasch und zu wenig weit gedacht würden die Klimaziele gehen.

Vor allem der Wissenschaftsjournalist Harald Lesch und der Investor Frank Thelen sind von der momentanen Politik enttäuscht. Für Herrn Lesch sind es vor allem die erneuerbaren Energien, die zu wenig fokussiert werden. Zu diesen gehören neben den Photovoltaikanlagen besonders Windkraftanlagen. Allerdings scheint in der heutigen Politik seiner Meinung nach diese Dringlichkeit noch nicht angekommen zu sein. „Bayern müsste pro Woche zwei neue Windkrafträder aufstellen, damit eine Klimaneutralität bis 2035 erreicht werden kann.“
Doch aufgrund vieler Regularien und Gesetze geht dieser Ausbau nur sehr schleppend voran.

Aber nicht nur, wie man Energie produziert, sondern auch die Speicherung sei ein wichtiges Thema für Frank Thelen. Er investiert seit vielen Jahren in unterschiedlichste Unternehmen, die sich auf erneuerbare Technologien und Innovationen konzentrieren. Politische Fehlinvestitionen würden es den Unternehmen sehr schwierig machen, überhaupt wirtschaftlich zu denken, da fossile Energien enorm subventioniert werden, während die Steuern für eben die Zukunftsdenkenden Ideen zu hoch sind und es sich nicht rentiert. „Wir wollen die Sachen voranbringen, aber die Politik verklemmt sich gegenseitig so sehr!“

Um diesen langsamen Fortschrittsprozess zu überbrücken und damit die Klimaziele überhaupt erreichbar bleiben, würde er wieder auf CO2-neutrale Atomkraftenergie zurückgehen. Er sei zwar auch kein Fan von Atomkraft, doch müsse man nun einmal etwas tun. Zudem gebe es viele neue Herangehensweisen in der Wissenschaft, die vielleicht auch den Atommüll für die Energieerzeugung benutzen könnten. Innovation sei hier wieder das Schlagwort.

Doch bei Atomkraft sieht Harald Lesch als Physiker so seine Probleme. „Man kann die Naturgesetze nur nicht mit Gedanken ändern.“ Er meint damit die von Frank Thelen genannten Visionäre wie Elon Musk oder Jeff Bezos, die in forschende Unternehmen investieren und versuchen, die physikalischen Grenzen zu verschieben. Allerdings könne man diese Naturgesetze nicht einfach ändern. Es gebe zwar Projekte, die neue Forschungsanlagen für Kernenergie bauen, doch sei hier das Wort „Forschung“ ganz entscheidend, denn massentauglich sei hier noch gar nichts. Irgendwann sei es vielleicht mal möglich sauberer Atomkraft zu produzieren, doch im Hier und Jetzt ist der Atommüll immer noch der gleiche, schädliche wie eh und je.

Den gesamten Talk findet ihr hier: https://kurz.zdf.de/oLx/

Weitere Gäste in der Sendung:

Lamia Messari-Becker, Bauingenieurin
Die Professorin für Gebäudetechnologie erklärt, wie klimaneutrale Lebensräume aussehen und warum der Klimawandel Änderungen beim Wohnungsbau und der Städteplanung erfordert.

Marcel Fratzscher, Ökonom
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung spricht über die ökonomischen Folgen des Klimawandels. „Gute Klimapolitik ist gute Wirtschaftspolitik“, sagt er.

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